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Volle Halle bei Sidewalk
KonzertBoppard - Selbst die zuversichtlichsten Planer des Sidewalk- Konzertes am vergangenen Samstag, 16.05.09, hatten nicht erwartet, dass die Veranstaltung ein solcher Magnet für so viele junge Leute werden würde. "Mit 600 Gästen können wir schon sehr zufrieden sein", war noch die einhellige Meinung des Jugendrates Boppard, dem Veranstalter dieses Abends, kurz zuvor. Dass sich ab 21 Uhr mehr als 950 Jugendliche und Erwachsene in die neue Stadthalle Boppard drängten, ist somit ein großer Erfolg sowohl für die Stadt als auch für den seit einem Jahr bestehenden Jugendrat. Das Konzert und die Organisation wären aber sicher nicht so gut verlaufen, wenn die Stadtverwaltung und der Bürgermeister nicht so hilfsbereit und mutig hinter dem Konzept gestanden hätten.

Etwas bedauerlich war leider, dass die ersten Vorgruppen noch nicht vor einem so großem Publikum spielen konnten, wie schon gegen 20 Uhr die Boppard-Lahnsteiner Band "Helden sehen anders aus". Untypisch für ein Konzert begann das Programm nämlich schon kurz nach 18 Uhr, weil man den unter 16-jährigen die Chance geben wollte, möglichst viel vom Konzert mit erleben zu können. Da der Jugendrat Veranstalter des Rock-Abends war, hatten alle 14 - 16-jährigen die Gelegenheit, bis 24 Uhr in der Stadthalle zu bleiben.
Dadurch konnten auch sie fast die gesamte Darbietung der Cover-Band Sidewalk miterleben.

Den Auftakt des Konzertes machten die zwei Hip-Hopper Semir Jusic und Max Karbach alias SB feat. M-Jamain aus Nörtershausen. Sehr professionell faszinierten sie selbst eingefleischte Hip-Hop- Gegner. Sollte es Gäste im Saal gegeben haben, die sich eine andere Musikrichtung erwünscht hatten, wurden auch diese nicht enttäuscht: Die preisgekrönten Jungs von Arrowhead aus Kaisersesch packten ihre Gitarren, Schlagzeug und Mikrofone aus und boten dem durchweg jungen Publikum genialen Rock. Vielseitig präsentierten sie eigene Kompositionen und Cover-Rock wie zum Beispiel "Summer of '69". Danach war die Bühne frei für Raising Eyes -ehemals Umbaupause -, die trotz des Ausfalls ihres Gitarristen einen starken Auftritt
hinlegten. Besonders fiel das meisterhafte Schlagzeugspiel auf. In ihrer einstündigen Spielzeit zeigten dann die Musiker von "Helden sehen anders aus" was echter Deutschrock ist. Musik und Animation waren so mitreißend, dass sich die Halle immer mehr füllte und die Stimmung immer besser wurde.

Die Schlange am Eingang brach nicht ab, als ab 21.30 Uhr für über 4 Stunden Sidewalk die Bühne einnahm und die ausgelassene Masse in der Stadthalle begeisterte. Von den Ärzten und Peter Fox angefangen über Rammstein, Seed und In Extremo gestalteten sie den Höhepunkt des Konzertes.

Da die Veranstaltung solchen Zuspruch gefunden hat, wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr die Stadthalle wieder gerockt.

Foto: Alexa Bach
 

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