Startseite - Reviews - Nachberichte - 5. Selbsthilfetag in Simmern, 08.09.07
5. Selbsthilfetag in Simmern, 08.09.07
SelbsthilfetagSimmern - Selbsthilfetag im Simmerner Schloss gab Überblick über die Arbeit und Aktivitäten der Selbsthilfegruppen in der Region. Bereits zum fünften Mal veranstaltete das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung gemeinsam mit den Selbsthilfegruppen den Selbsthilfetag. 15 Selbsthilfegruppen wie die Elterngruppe Essstörungen, die Lebenshilfe MSFD, Pflegende Angehörige, die Deutsche Rheumaliga und viele andere präsentierten sich dem Publikum mit Infor-mationsmaterial und Beratungsangeboten. Bei den Fachvorträgen wurden wichtige Themen und Problemfelder angesprochen:
Dr. Michael Werner vom Klinikzentrum Lindenallee, Bad Schwalbach, berichtete über neue Wege in der stationären Parkinson-Rehabilitation. "Nimmt mein Kind Drogen?" zum Umgang mit dieser Frage gab Christel Mischler vom LVEK Mainz wertvolle Orientierungshilfen. Dr. Sigrun Jung, Simmern referierte über das Thema Adipositas und stellte die Bedeutung von regelmäßiger Bewegung in den Vordergrund. Etwa jeder dritte erwachsene Bundesbürger ist deutlich übergewichtig und sollte aus medi-zinischen Gründen Gewicht reduzieren. Anlass zur Sorge gibt die Erkenntnis, dass immer mehr Kinder und Jugendliche bereits Übergewicht haben. Dr. Winfried Prämassing, Leiter des Gesundheitsamtes in St. Goar, erinnerte an die Anfänge des Netzwerkes der Selbsthilfeorganisationen in unserem Landkreis vor zehn Jahren. Bis dahin leistete die Selbsthilfe ihre wichtige Arbeit oft im Verborgenen. Dies zu ändern war 1997 das Ziel der ersten Kooperationstreffen.

Das vorrangige Ziel des Selbsthilfetages ist es daher, Betroffene auf die Existenz der Selbsthilfegruppen aufmerksam zu machen und sie zu ermutigen, ihrer Isolation entgegen zu wirken und Hilfe anzunehmen. Das in Selbsthilfegruppen Menschen zueinander finden, die erkrankt oder behindert sind oder schwierige Lebenssituationen erleben, konnte anlässlich des diesjährigen Selbsthilfetages ebenso vermittelt werden wie der Gewinn aus dem gemeinsamen verständnisvollen Miteinander, dem Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Unterstützung.

Der Erfolg der Selbsthilfe wäre ohne die Eigeninitiative und die Eigenverantwortung der Mitglieder undenkbar, lobte Bürgermeister Manfred Faust, Schirmherr der Veranstaltung. Selbsthilfegruppen, Mediziner und Therapeuten erleben sich heute nicht mehr als Konkurrenz sondern als gegenseitige Unterstützung.

Reger Andrang herrschte bei den Lungenfunktionsprüfungen im Asthmamobil und den Blutzuckermessungen der Diabetikergruppe. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzen die Gelegenheit im Sicherheitsmobil des Polizeipräsidiums Koblenz wichtige Informationen zum Thema Sicherheit und Prävention zu erfahren. Da der fünfte Selbsthilfetag eine gelungene Sache war, darf man schon jetzt auf den nächsten Selbsthilfetag 2009 gespannt sein. Informationen zu den einzelnen Selbsthilfegrup-pen erhalten Sie beim Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 06761/82-703.
 

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