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Kantabrien, eine der nördlichen Regionen Spaniens, bietet eine reichhaltige Natur und viele Ausflugsmöglichkeiten. Mit Ryanair hat man die Möglichkeit, Santander, die Hauptstadt Kantabriens, in gut 2 Stunden vom Flughafen Hahn aus zu erreichen. Vom Flughafen Santander kommt man mit dem Linienbus in die quirlige 200.000 Einwohner zählende Stadt, von der aus man die Region erkunden kann. Kantabrien, das ist eine sanft geschwungene grasbewachsene Hügellandschaft mit Ausblick auf die 2600 Meter hohen schneebedeckten Picos de Europa, die Erinnerungen an das Allgäu wecken, wären da nicht die vielen Eukalyptus Pflanzungen und die Küste des kantabrischen Meeres. Zahlreiche Strände laden zum Baden ein, ob in Santander direkt oder in der nahen Umgebung. Mittelalterliche Städte, wie Santillana del Mar, bieten fast mediterranen Flair und die Naturparks zeigen immer wieder beeindruckende Ausblicke. Wer sich "nur" für die Landschaft Kantabriens interessiert, kann auf über 600 km ausgeschilderten Wanderwegen einen Eindruck über die Vielfältigkeit der Region erhalten. So ist Kantabrien für einen Aktivurlaub mit Erholungsphasen...
...am Meer sehr gut geeignet. Die Hotels in der Region sind auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Touristen eingestellt, so kann man vom Golf-Hotel, mit eigenem Golfplatz bis zum Wellness-Hotel mit Schwimmbad und Sauna alles finden. Die kantabrische Küche ist deftig, regionaler Schinken und Käsespezialitäten sind auf jeder Speisekarte vertreten. Die Nähe zum Meer bringt frischen Fisch auf den Tisch und der lokale Trester darf nach dem Essen nicht fehlen. Vielleicht hört man von Kantabrien demnächst mehr, denn die Region hat sich, neben Madrid, als zweiter Wassersportaustragungsort für die Olympiade 2012 beworben.
Ausflugsziele Einzigartig ist das historische Erbe, mit dem die Region aufwartet: Die Höhlenzeichnungen von Altamira, unmittelbar bei Santillana del Mar. Die 1879 entdeckte steinzeitliche Höhle mit ihren 15.000 bis 18.000 Jahre alten Felszeichnungen, auf denen Bisons, Pferde und Rehe zu sehen sind, ist mittlerweile nur noch für Archäologen begehbar. Ähnlich wie in den ägyptischen Grabkammern hätten die Ausdünstungen zu vieler Besucher die Malereien zerstört, so dass man sich entschloss, das UNESCO Weltkulturerbe in einem Museum 1:1 zu rekonstruieren. So entstand ein Museum, in dem die Höhle millimetergenau kopiert wurde. Ferner kann man in einer Ausstellung Werkzeuge und Kulturgegenstände der Höhlenbewohner sehen und einiges über die Lebensweise unserer Vorfahren lernen. Neben dieser sind aber noch etliche andere Höhlen in der Region zu besichtigen, da Kantabrien über das weltweit dichteste Netz von Höhlen mit Felsenkunst verfügt. So ist die Höhle "El Soplao", bei Valdáliga, im Sommer 2004 für den Publikumsbesuch eröffnet worden. Hier sind einzigartige unterirdische Formationen und Stalaktiten zu sehen. Felszeichnungen findet man auch in der Höhle von Covalanas bei Ramales de la Victoria.
Ein weiteres lohnendes Ausflugsziel in der näheren Umgebung von Santander (15km) ist der Naturpark von Cabárceno, der auf einer Fläche von 750 Hektar afrikanische und europäische Wildtiere beheimatet. Rund 500.000 Besucher kommen jährlich in diesen einzigartigen Safari-Park, bei dem man nie das Gefühl hat, die Tiere wären eingesperrt. So dösen Löwen vor sich hin, Giraffen beweiden zusammen mit Antilopen die weitläufigen Grasflächen und Bären klettern auf den schroffen rötlichen Felsen der ehemaligen Eisenerzmine. Eine Besonderheit stellt auch die Elefantenhaltung dar, da hier Elefanten aus anderen Zoos Europas hergebracht werden, die für die enge Haltung im Zoo nicht geeignet sind. So ist unter den Dickhäutern von Cabárceno auch die Elefanten-Dame "Zambi", die im Augsburger Zoo fast einen Pfleger getötet hätte. Mittlerweile ist "Zambi" in Cabárceno schon drei mal Mutter geworden und lebt friedlich in der Herde. Weitere Tiere im Park sind Strauße, Tiger, Wölfe, Hyänen, Paviane, Luchse, Wallaby-Kängurus, Wasserbüffel, Zebras, Flusspferde, Breitmaulnashörner, Jaguare und und und... Eintritt für Erwachsene 12,-�, für Kinder 8,-�, (0-4 Jahre frei), ganzjährig geöffnet.
Städte Santander Hauptstadt der autonomen Region Kantabrien mit 200.00 Einwohnern. Schon 1913 war Santander offizielle Sommerresidenz des spanischen Hofes, was man aufgrund der direkt an der Stadt befindlichen Badestrände gut nachvollziehen kann. Parks und sehenswerte Aussichtspunkte sind hier ebenso zu finden wie eine belebte Innenstadt mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten. Die große Markthalle ist wie in jeder südlichen Stadt ebenfalls einen Besuch wert, denn hier bekommt man alle Leckerein der Region, vom Käse bis zum Wein.
Comillas Knapp 40km von Santander entfernt liegt Comillas, das dank seines Sohnes Antonio Lopez bekannt wurde. Señor Lopez wanderte im 19.Jahrhundert nach Kuba aus und wurde dort ein reicher Geschäftsmann, so reich sogar, dass er dem spanischen König nach seiner Rückkehr Geld lieh. Comillas war die erste Stadt in der ganzen Region, die elektrisches Licht hatte und hier findet man auch eine Universität, die heutzutage als Sprachschule umgebaut wird und ein Gebäude des berühmten Architekten Gaudi.
Santillana del Mar Enge gepflasterte Gassen mit zahlreichen kleinen Geschäften prägen das Bild von Santillana del Mar, 30km von Santander entfernt. Im Sommer stellen die vielen Restaurants und Cafés ihre Stühle nach draußen und man kann einen kleinen Stadtbummel mit dem Einkauf von regionalen Spezialitäten verbinden. Santillana del Mar eignet sich auch als Ausgangspunkt für die Besichtigung der Altamira Höhle und des Naturparks von Cabárceno.
Essen und trinken Die kantabrische Küche ist deftig, regionaler Schinken und Käsespezialitäten sind auf jeder Speisekarte vertreten. Besonders pikant ist der in Höhlen gereifte Picón-Käse. Die Nähe zum Meer bringt frischen Fisch und Meeresfrüchte auf den Tisch, vom Seeigel bis zur Garnele. Bekannt ist die Gegend auch für ihren Cocido Montañés, einen Eintopf mit weißen Bohnen. Diverse spanische Rotweine gehören zu einem Menü ebenso wie der lokale Trester aus Liébana nach dem Essen. Wenn man Santillana del Mar besucht, sollte man ein Essen im Hotel/Restaurant "Altamira" nicht verpassen, wo Chefkoch José Antonio Esteban seine kulinarischen Köstlichkeiten kreiert.
Hotels Torresport Das Hotel Torresport bei Torrelavega, ca. 20km von Santander entfernt, relativ nah an der Autobahn im Gewerbegebiet gelegen, ist ein modernes 4 Sterne Hotel mit Wellness-Bereich. Hier findet man eine Sauna, Massagen, einen großen Whirlpool und ein Hallenbad. Sonderpreise für 2 Übernachtungen inklusive Benutzung des Wellness Bereichs sind im Angebot. Das Restaurant ist hervorragend. www.hoteltorresport.com
Golf-Hotel Rovacías Bei Comillas befindet sich das 4 Sterne Hotel direkt am Golfplatz mit einer herrlichen Aussicht auf die Picos de Europa. Das Restaurant ist hervorragend. Im Untergeschoss befinden sich Schwimmbad, Sauna und Whirlpool sowie ein Fitnessraum. www.hotelesgolfrovacias.com
Paradores Die halbstaatliche Parador Hotel Gruppe bietet in jeder Region etliche Hotels an, die allesamt in renovierten Herrenhäusern oder Residenzen beheimatet sind. So bewahrt der spanische Staat historische Gebäude und verdient noch daran. Ein lohnendes Konzept, das aufgeht. www.parador.es/de/portal.do
Palacio La Casona de la Peña Ein besonderes Wohnerlebnis hat man im "Palacio La Casona de la Peña", in Ajo, 25km östlich von Santander mit 5 Sternen und einem exklusiven Ambiente ausgestattet. Eine Finca mit 2 Doppelzimmern und 2 Suiten, eingerichtet mit Antiquitäten und nicht ganz billig, das Restaurant ist ebenfalls exklusiv. www.hotellacasonadelapena.com
Wetter Die Temperatur in Kantabrien liegt bei 15 Grad im Jahresdurchschnitt. Im Winter bleibt es mild und im Sommer wird es nicht so heiß wie sonst im Süden. Das sind ideale Vorraussetzungen für Unternehmungen, egal in welcher Jahreszeit.
Transfer/Mietwagen In knapp 2 Stunden ist man vom Flughafen Hahn aus in Santander. Vom Flughafen Santander kommt man mit dem Linienbus in die Stadt. Mietwagen gibt es am Flughafen zu den üblichen Konditionen, wobei sich ein Preis/Leistungsvergleich unter den Anbietern immer lohnt. Die Autobahn ist von Santander aus nach Westen und Osten gut ausgebaut.
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