| Kultur hat’s schwer in schweren Zeiten |
| Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 11:58 Uhr |
Kommentar zu Schließung zweier „Kulturkneipen“ in der Region. Jetzt ist es raus, es hat ja schon länger gebrodelt: Das Bell Vue in Bell ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten anscheinend nicht zu betreiben. Leider, denn wer war alles in der Vergangenheit dort zu sehen und hören, von heißen Salsa Bands aus der Karibik über Liedermacher wie Martin Weller, Musikrevoluzzer wie Klaus der Geiger, Hunsrück-Rock Bands, Blues mit der Frankfurt City Blues Band, Kabarett und Comedy und vielen vielen weiteren Künstlern von Nah und Fern. Dazu immer wieder Kinderprogramme und alternative Disco Abende. Viele sagen jetzt sicher: „Ach wie schade, dass es das jetzt nicht mehr gibt“. Da stellt sich die Frage: Wann waren Sie zum letzten Mal dort und haben einen schönen Abend bei Musik oder/und Tanz verbracht? Da kommt man leicht ins Grübeln, wann war das noch gleich? In diesem oder im letzten Jahr? In Boppard schließt das Café Kunststück, auch hier die gleichen Gründe wie in Bell: Wirtschaftlich nicht mit Gewinn zu führen. Hier waren eher leise Künstler zu Gast, Lesungen fanden statt, Kabarett, Singer-Songwriter und Liedermacher wie Werner Rüdel, Alex Schmeißer und Bluesman Benny Geisweid. Unvergesslich: Zwei Mal wurde „Balz Live“ veranstaltet. Und fast immer ohne Eintritt – sonst wären noch weniger Besucher gekommen, meinte die Betreiberin. Und wieder sagen jetzt sicher viele: „Ach wie schade, dass es das jetzt nicht mehr gibt“. Wann waren Sie zum letzten Mal dort? In Bell bleibt die Hoffnung auf die Gründung eines Kulturfördervereins, der das Bell Vue weiterführt. In Boppard steht noch nicht fest, ob es einen Nachfolger für das Café Kunststück geben wird. Schade … Stefan Nick |
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