Am Mittwoch, dem 5. Mai 2010 gastiert um 20.00 Uhr im Festsaal der Baldenau-Halle in Morbach der Kabarettist, Karnevalist, Fernsehmoderator, Buchautor und Familienvater Bernd Stelter. Und er ist mittendrin – mittendrin in den Wechseljahren. Den 90. Geburtstag gibt es, den muss es geben, der kommt jedes Jahr Silvester im Fernsehen. Die Hälfte von neunzig ist fünfundvierzig. Das wäre also die Mitte davon. Aber danach kommt auch fast schon die Achtundvierzig; und achtundvierzig ist ne Scheißzahl. 48 ist gar nichts. Wenn es gerade Primzahlen gäbe, 48 wäre eine. Bernd Stelter ist 48, alles lässt so ein bisschen nach, alles hängt so ein bisschen durch. Aber er behauptet trotzdem, das wäre noch „mittendrin“.
Er ist halt Optimist – und Optimist muss man in diesem Alter leider auch sein. Männer verlieren zwischen 40 und 60 Jahren die Hälfte ihres Testosteronsiegels. Plötzlich können sie mit dem Kopf denken und das kennen sie noch nicht, das kommt völlig überraschend, das ist neu für sie. Was macht ein Mann dann? Interessiert er sich plötzlich für Architektur des ausgehenden 16. Jahrhunderts oder für altgriechische Philosophie? Oder sagt er sich: „Verdammt, mein Testosteron lässt nach. Dann brauch ich wohl doch ne jüngere Frau!“ Stelter macht sich so seine Gedanken und gibt Einblicke in sein bzw. in das Seelenleben seiner gleichaltrigen Leidens- oder Sinnesgenossen.